Aus ZdK und Bischofskonferenz

Als Vertreterin der  „Bundeskonferenz der katholischen Religionslehrerverbände” (BKR) nimmt  unser Vorstandsmitglied  Gabriele Klingberg an der Vollversammlung des ZdK teil. Ihren Bericht vom November 2015 können Sie hier lesen: 

Bericht von der Herbstvollversammlung des ZdK in Bad Godesberg (19. – 21. 11.2015)

In der vergangenen Woche fand die Herbstvollversammlung des ZdK in Bad Godesberg statt. Sie war zunächst geprägt vom Abschied des scheidenden Präsidenten Alois Glück und von der Wahl seiner Nachfolgerin/seines Nachfolgers. Sehr beeindruckend trug Alois Glück seinen letzten Bericht vor, in dem er auch Rückblick auf seine Amtszeit hielt und man kaum glauben konnte, welchen Arbeitsumfang er geleistet und zu wie vielen Themen er sich geäußert und positioniert hat. Bei der anschließenden Wahl kandidierten für das Präsidentenamt Dr. Maria Flachsbarth und Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg. Nach ihrer Vorstellung und ausgiebigen Befragung wurde Herr Sternberg mit 110 Stimmen (Frau Flachsbarth 75 Stimmen) gewählt.Insbesondere auf der Seite der Frauenverbände war dieser Wahlausgang enttäuschend, hatte man/frau doch sehr auf eine weibliche Spitze gehofft. Herr Sternberg überzeugte in seiner Vorstellung mit konkreten Veränderungszielen, was z. B. die Strukturen des ZdK und die Arbeitsformen bei der Vollversammlung angeht.

Für den Bereich religiöse Bildung/RU konnten Dominik Blum (dkv) und ich ihn ebenfalls befragen und darauf hinweisen, dass dieses Thema dringend mehr zu beachten wäre. Nach unseren Wortmeldungen sind wir beide von zahlreichen Mitgliedern der Vollversamm-lung angesprochen worden, die das Thema wichtig finden und es für bedeutungsvoll für die gesamte Vollversammlung halten. In den Gesprächen ist uns wieder aufgefallen, dass nicht nur falsche Vorstellungen davon existieren, wie die Wirklichkeit des RU (und wohl auch anderer religiöser Lern- und Bildungsprozesse) zu sehen und zu beurteilen ist. Vielmehr gibt es auch im Blick auf die aktuell diskutierten Konzepte und ihre Wirkungen und Möglichkeiten viele offenen Fragen bei den Vollversammlungsmitgliedern. Das ist deshalb bedauerlich, weil doch in kaum einem anderen institutionalisierten kirchlichen Handlungsfeld (vielleicht abgesehen von der gemeindlichen Katechese) so viele katholische Laien in der Glaubens-kommunikation tätig sind wie im Religionsunterricht. Für uns Lehrerinnen und Lehrer wäre eine Würdigung und Wertschätzung unseres Arbeitsfeldes und eine inhaltliche Auseinandersetzung sicher ein wichtiges Signal. In einer Mail an den Präsidenten des ZdK, Herrn Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, an die Sprecherin des Sachbereiches 1, Pastorale Grundfragen, Frau Prof. Dr. Dorothea Sattler und an die Sprecherin des Sachbereiches 4, Bildung, Kultur, Medien, Frau Prof. Monika Grütters haben wir direkt nach der Vollversammlung darum gebeten und dafür geworben, dass dieses Feld im Rahmen einer Vollversammlung einmal gemeinsam angeschaut und diskutiert wird. Für uns als Vertreter kleiner Verbände und Interessengruppen ist es schwer, ein solches Thema zu ‚setzen‘. Bei der Vorbereitung einer solchen Konferenz würden wir sie selbstverständlich tatkräftig unterstützen und könnten sicher aus unseren verbandlichen Zusammenhängen kompetente Redner und Gesprächspartnerinnen für eine Teilnahme gewinnen. Nun sind wir gespannt auf die Reaktionen …

Inhaltlich ging es im weiteren Verlauf der Vollversammlung um den Themenbereich „Flucht, Asyl und Integration“, der aus verschiedenen Perspektiven angeschaut wurde (Vortrag und Statements aus juristischer, theologischer und sozialer Sicht). Der BDKJ brachte in diesem Zusammenhang später auch noch einen Antrag zur Verabschiedung einer Verlautbarung zum Familiennachzug ein. Aus dem Sachbereich Bildung, Kultur, Medien wurde die kulturpolitische Erklärung „Die Kraft der Vielstimmigkeit – Kirche im Dialog mit Künsten und Kulturen“ verabschiedet. Sie orientiert sich inhaltlich stark am II. Vaticanum.

Am Freitagabend feierten wir einen sehr schön gestalteten Gottesdienst zum Thema “ … und der Fremdling, der in deinen Toren ist“ und bei einem anschließenden bayrischen Abend wurde Alois Glück herzliche verabschiedet. Samstags fand anhand verschiedener Erfahrungsberichte ein Rückblick auf die Familien-synode gehalten. Die Einschätzungen dazu fielen recht unterschiedlich aus. Viele Mitglieder beschrieben den Ausgang als enttäuschend.

Hervorzuheben ist der abschließende Vortrag von Dr. Peter Frey (Mainz), der sich mit der Frage „Wo steht unsere Kirche heute?“ befasste. Der Text lässt sich sicherlich gut im Unterricht nutzen. Man findet ihn und sämtliche anderen Vorträge, Erklärungen usw. – wie immer – auf der Homepage des ZdK.

Die Vollversammlung endete mit einem Ausblick auf den 100. Katholikentag in Leipzig, für den die Vorbereitungen auf vollen Touren laufen. Erfreulicherweise werden wir dort ja auch an mehreren Stellen vertreten sein:

  • „Stammtisch“ des VKR (Freitagnachmittag)
  • Podium zum Thema: „Not oder Tugend? Ökumenisch sensibler RU in der Diaspora“ (Donnerstag 14-15.30, Moderation: Michael Wedding)
  • Gottesdienst für alle an Schule Beteiligten zum Thema „Vertrauen macht Schule“ (Samstag 12.30 Uhr, Vorbereitung: BKRG)

 

 

 

 

 

geschrieben am 28. November 2015